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Initiative Digitale Gästebegleitung

RATGEBER · LÄNDER

Digitale Gästebegleitung in Sachsen

Sachsen hat mit dem Masterplan Tourismus einen klaren Rahmen für die Entwicklung des Tourismus. Digitalisierung ist darin eines von sieben Handlungsfeldern. Mit SaTourN gibt es außerdem seit 2022 eine landesweite Datenbank für touristische Angebote. Für Kommunen und Touristinformationen ist das eine gute Ausgangslage, um Gäste digital zu begleiten.

So ist der Tourismus in Sachsen organisiert

Der Tourismus in Sachsen ist auf mehreren Ebenen organisiert. Wer digitale Gästebegleitung plant, sollte die Zuständigkeiten kennen.

  • Sächsisches Staatsministerium für Kultur und Tourismus (SMWK): zuständig für die Tourismuspolitik des Freistaats und den Masterplan Tourismus.
  • Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS): vermarktet Sachsen im Auftrag der Staatsregierung national und international als Reiseziel und betreibt die landesweite Datenbank SaTourN.
  • Landestourismusverband Sachsen (LTV SACHSEN): vertritt die Interessen der Tourismusbranche und unterstützt Betriebe unter anderem bei der Digitalisierung.
  • Sieben Destinationsmanagementorganisationen: Sie sind für ihre Reisegebiete zuständig: Erzgebirge, Vogtland, Sächsische Schweiz, Dresden Elbland, Leipzig Region, Oberlausitz und Chemnitz Zwickau Region.
  • Kommunen und Touristinformationen: Sie sind vor Ort die direkten Ansprechpartner der Gäste.

Der Masterplan Tourismus Sachsen

Der Masterplan Tourismus wurde im Februar 2024 verabschiedet und hat die frühere Tourismusstrategie 2025 abgelöst. Im Kern steht die Frage, was Sachsen aus Sicht der Gäste attraktiv macht. Er ist in einem Beteiligungsprozess mit der Branche entstanden.

Der Masterplan gliedert sich in sieben Handlungsfelder:

  1. Tourismusmarketing
  2. Finanzen und Verantwortung
  3. Ganzjahrestourismus
  4. Fachkräfte
  5. Nachhaltigkeit
  6. Mobilität
  7. Digitalisierung

Was im Handlungsfeld Digitalisierung vorgesehen ist

Laut dem veröffentlichten Umsetzungsstand des Handlungsplans gehören unter anderem diese Maßnahmen dazu:

  • Digitalisierung von Betriebsabläufen stärken: kleine und mittlere Unternehmen bei praxisnahen, barrierefreien digitalen Lösungen unterstützen, unter anderem über die Initiative "Tourismus 360Grad digital".
  • Digitale Vermarktung ausbauen: Nutzung und Datenqualität von SaTourN erhöhen, damit touristische und kulturelle Angebote besser sichtbar werden.
  • Tourismusnetzwerk Sachsen weiterentwickeln: die Plattform für Austausch und Weiterbildung der Branche ausbauen.
  • Sachsenauskunft: eine sachsenweite Echtzeit-Fahrplanauskunft, die sich auf touristischen Websites einbinden lässt.

Auch im Handlungsfeld Mobilität gibt es Bezüge zur Gästebegleitung, etwa bei Gäste-Card-Systemen.

Daten: SaTourN

SaTourN ist die zentrale, landesweite Datenbank für touristische Angebote in Sachsen. Sie ist im Januar 2022 gestartet. Städte und Regionen pflegen dort dezentral Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Touren, Übernachtungsangeboten und Veranstaltungen.

Die Daten sollen national und international nutzbar sein. Sachsen ist damit auch Teil des bundesweiten Knowledge Graph der Deutschen Zentrale für Tourismus.

Für digitale Gästebegleitung ist das ein wichtiger Punkt: Eine Kommune muss keine eigene Datenbank aufbauen. Sind die Angebote in SaTourN gut gepflegt, können sie in digitalen Angeboten genutzt werden, von der Website über die Beratung zum Mitnehmen bis zu KI-Assistenten.

Was das für Kommunen und Touristinformationen bedeutet

  1. Daten in SaTourN pflegen: Vollständige und aktuelle Angaben zu Orten, Öffnungszeiten und Veranstaltungen sind die Grundlage jeder digitalen Gästebegleitung.
  2. Mit der zuständigen Destination sprechen: Die Destinationsmanagementorganisation kennt die regionale Strategie und kann Vorhaben einordnen.
  3. Mobilität mitdenken: Fahrplanauskunft und Tickets gehören zur Gästereise. Die Sachsenauskunft lässt sich auf touristischen Websites einbinden.
  4. Die Touristinformation digital verlängern: Das persönliche Gespräch bleibt der Kern. Digitale Angebote sorgen dafür, dass Gäste das Ergebnis der Beratung mitnehmen und auch nach den Öffnungszeiten Antworten bekommen.
  5. Gemeinsam statt allein: Gerade für kleinere Gemeinden lohnen sich gemeinsame Lösungen im Landkreis oder in der Destination.

Häufige Fragen

Für die Landesebene sind das Staatsministerium für Kultur und Tourismus, die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen und der Landestourismusverband Sachsen zuständig. Für die Region ist die jeweilige Destinationsmanagementorganisation der erste Ansprechpartner.

In der Regel nicht. Mit SaTourN gibt es eine landesweite Datenbank. Wichtig ist, dass die eigenen Angebote dort vollständig und aktuell gepflegt sind.

Der Masterplan stellt die Sicht der Gäste in den Mittelpunkt und nennt Digitalisierung, Mobilität und Barrierefreiheit als Handlungsfelder. Digitale Gästebegleitung greift diese Themen vor Ort auf.

Sachsen hat sieben Reisegebiete mit eigenen Destinationsmanagementorganisationen: Erzgebirge, Vogtland, Sächsische Schweiz, Dresden Elbland, Leipzig Region, Oberlausitz und Chemnitz Zwickau Region.

Quellen

Stand: Oktober 2026

Sie planen digitale Gästebegleitung in Sachsen? Die Geschäftsstelle steht für einen Austausch zur Verfügung.